Montag, 8. Mai 2017

Was für ein Glück/Zufall?

8.5.2017 Was für ein Zufall, oder war es Glück?

Manchmal bin ich echt von den Socken darüber, wie sich alles fügt. Ich habe ja Samstag mir selbst erklärt, dass die heiße Phase meines Projektes "Café Anhalt" begonnen hat. Am Samstag habe ich auch gleich einiges erledigt. Sonntag war ich in Hamburg und heute, am Montag bin ich mit der Arbeit wieder im Rennen.
Schon am Freitag hatte ich in der Post einen Brief vom Einwohnermeldeamt entdeckt.
Offenbar hatte ich vor einem halben Jahr, als ich mich ummeldete, vergessen die Bescheinigung meines Vermieters mit einzureichen. Das fällt denen jetzt ein?

Na egal. Ich hatte dann meinem Vermieter gleich eine Whatsapp geschickt und er hatte mir das Formular anschließend auch gleich gemailt. Heute wollte ich es zum Einwohnermeldeamt bringen.
Zuerst setzte ich mich aber an den Computer und schrieb den Blog über die Hamburg Fahrt. Dann klingelte das Telefon. Nadine fragte, ob ich Lust hätte mit ihr und Heinrich zusammen zu essen. Ja klar, mach ich gern. Ich schwang mich gleich auf mein Zweirad und düste los zum Amadeus.

Das Mittagessen dort ist gar nicht teuer. Ich hatte eine Folienkartoffel und einen Salat für 5,90 €. Da kann man nicht meckern, oder? Wir klönten und witzelten ein wenig herum und Nadine wollte auch gern ein wenig Coaching in einer privaten Angelegenheit. Anschließend radelte ich also zum Einwohnermeldeamt.

 
Dort gibt es ein großes Foyer, in dem mehrere Schreibtische in lockerer Formation stehen, die nur durch Stellwände von einander getrennt sind. Während eine ältere, sehr liebe Sachbearbeiterin meine Angaben in ihren Computer aufnahm, überlegte ich, dass es mir auch gefallen würde, in so einem Büro zuarbeiten. Aber ich wette, die meisten Menschen wären eher dagegen, zu wenig Privatsphäre. Ich erkundigte mich bei der Sachbearbeiterin, ob das Gewerbeamt auch im gleichen Haus untergebracht sei und sie schickte mich in den ersten Stock hoch.
 
Wie schon unten im Foyer brauchte ich auch hier oben nicht zu warten. Die Dame hatte sofort Zeit für mich. Als ich ihr erzählte, ich wollte am 2. Juli das Café Anhalt eröffnen, sagte sie, dass wir das gerade noch schaffen könnten. Dann erklärte sie mir, dass ich dafür eine Reihe von Formularen ausfüllen und Angaben machen bzw. einholen müsste, dass sich insgesamt acht verschiedene Behörden mit diesem Angaben auseinandersetzen mussten und dass das alles seine Zeit braucht. Ups!
 
Nein, was für ein Glück, dass ich heute schon gekommen bin!!! Das verdanke ich ja nur einem Zufall (wenn man denn an Zufälle überhaupt glaubt). Hätte ich nicht am Freitag den Brief bekommen, dass ich noch ein Formular für meine Anmeldung nachreichen muss, wäre ich vermutlich erst in zwei Monaten zur Gewerbeanmeldung geschritten. Ich dachte, das geht mal eben so. Falsch gedacht, liebe Kim. Dem stehen sogar noch einige Hürden im Wege.
 
Ich muss ein Führungszeugnis beantragen und auch gleich nachweisen, dass ich dies getan habe.
Dann muss ich einen Nachweis über eine beantragte Auskunft aus dem Gewerbezentralregister zur Vorlage bei einer Behörde (Belegart 9) beantragen. (Whatever that may be)
Es folgt das Beantragen einer steuerlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung des zuständigen Finanzamtes (na hoffentlich bin ich unbedenklich genug. Immerhin hatte ich bis vor kurzem jede Menge Schulden).
Ich benötige eine Auskunft des zentralen Vollstreckungsgerichtes und eine vom Insolvenzgericht. Na und so weiter. Es stehen noch etliche andere Punkte auf der Liste, die ich heute bekommen habe, was ich alles Sonderbares zu beantragen habe und dass ich einen Nachweis erbringen muss, dass ich das beantragt habe.
 
Die ersten zwei Punkte erledigte ich gleich bei der netten Dame unten im Foyer. Sie bestätigte mir auch gleich, dass ich das getan habe und kassierte 26 Euro dafür. Tja, nichts ist umsonst. Die ganze Angelegenheit wird mich einen Betrag zwischen 150 und 600 Euro kosten, wurde ich informiert. Uff.
Die Bearbeitungsfrist von vier Wochen beginnt erst, wenn sämtliche Unterlagen eingereicht sind. Na, da hab ich ja erst mal zu tun.  
 
Ich blieb aber trotzdem gut gelaunt, weil ich mich so über die glückliche Fügung freute, die mich schon heute und nicht erst in zwei Monaten den Weg zum Gewerbeamt hat finden lassen. Ich hoffe nur, es gibt keinen Ärger, weil ich bis vor kurzem so verschuldet war. Inzwischen bin ich das ja nicht mehr. Durch den Verkauf meines Hauses hab ich so gut wie alles bezahlt, aber macht mich das jetzt auch unbedenklich? Keine Ahnung, aber wir werden es erleben.
 
 
 
 
 
 
 

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