Mittlerweile liegt der Termin mit dem Auftritt hinter mir. Die Takadimis sind auf einer Geburtstagsfeier in Benkendorf aufgetreten. Ich war vorher noch nie auf jenem Hof. Es ist eine Art Hofprojekt. Die Besitzerin hat sich da ein kleines Paradies erschaffen. Ab und zu finden dort Veranstaltungen statt, bei denen sie integrativ die Dorfbewohner mit einbezieht. Alle waren total freundlich, fröhlich und entspannt (und einige ein bisschen betrunken, aber das darf auf einem Geburtstag auch so sein).
Ich fuhr mit meinem Dreirad dorthin. Es waren etwas mehr als 15 Kilometer. Eine schöne Tour. Uri baute, als ich eintraf, schon alle seine Geräte und Gerätschaften auf und nahm sich dann noch kurz Zeit, sich mit mir abzusprechen, denn ich hatte ein paar Dinge nicht so ganz auf die Reihe bekommen. Einer der Takadimis, ich weiß seinen Namen noch nicht, hatte Zweifel, ob ich es denn auch hinkriegen würde, die Rhythmen zu spielen und zwar auch so schnell und so lange wie erforderlich. Daran hatte ich selbst keinen Zweifel. Das hatte ich ja ausführlich geübt. Ich sah mein Problem eher in den Wechseln und Breaks. Es war mir nicht möglich gewesen, alle Sequenzen anhand der Aufnahmen, die mir zur Verfügung standen, zu durchschauen.
Uri war aufgeregt und sagte mir zwar auf die Schnelle ein paar Dinge, aber die hab ich dann sofort wieder vergessen. Ich war nämlich auch ganz aufgeregt. Ich wollte das in mich gesetzte Vertrauen auf keinen Fall enttäuschen. Als es dann losging, war ich sehr gespannt und hochkonzentriert. Die ersten Stücke hab ich gut hingekriegt. Uri hat es mir auch leicht gemacht. Das waren einfache Rhythmen, logisch. Ich bin ja noch Anfängerin. Beim vorletzten Lied war ich verwirrt und beim letzten, dem das wir neu abgesprochen hatten, hab ich alles durcheinander gebracht. Es war aber nicht so schlimm, dass das Publikum es bemerkt hätte. Ich habe zum Beispiel die falsche Glocke gespielt.
Uri ist dann während des Stückes trommelnd zu mir hingewandert und hat auf die Metallglocke gezeigt. Hi hi. Ab da hab ich dann richtig weiter gemacht. Also: Metallglocke bei den Sambas, alles klar, weiß ich jetzt. Insgesamt war es ganz toll und hat riesigen Spaß gemacht. Jener alte Teil in mir, der immer auf Anti Haltung ist, hat sich gefürchtet, schon auf dem Hinweg, war aber bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen. Später fuhr ich dann mit dem Dreirad wieder zurück nach Salzwedel und machte diese schöne Aufnahme dabei.
Beim Losfahren entdeckte ich, dass das Dreirad ein Rücklicht verloren hatte. Deshalb fuhr ich ein wenig mit der Dunkelheit um die Wette. Inzwischen war ich schon bei Fahrrad Rossi, und habe mir zwei neue Rücklichter anmontieren lassen. Das war ganz schön teuer! Aber dafür habe ich jetzt richtig gute Rücklichter, die auch gut montiert sind. Die anderen hatte ich ganz billig für 1,90 € gekauft und mit Isolierband befestigt. Das hat übrigens gehalten. Das Isolierband ist noch dran, die Lampe ist einfach oberhalb des Isolierbandes abgebrochen. Aber das noch verbliebene Rücklicht ist so eine Funzel. Es gibt eher Dunkelheit als Licht ab. Sicherheit in der Dunkelheit ist wichtig.
Heute war ich im Bürgerhaus und habe nachgefragt, was mir denn eigentlich zu meiner Gewerbeanmeldung noch fehlt. Ich hatte ehrlich gesagt, den Überblick verloren. Das passiert mir schnell mal, wenn es sich um Formularkram und so etwas handelt. Zum Glück ist Frau Spiegel eine unheimlich nette Frau. Sie hatte Verständnis und hat mir noch einmal erklärt, was jetzt noch fehlt und wo ich das her bekomme. Ich wollte mich dann gleich drum kümmern, aber das Amtsgericht Stendal und auch das Amtsgericht Dessau-Roßlau hatten schon geschlossen. Dann aber gleich morgen nach meinem Zahnarzt Termin.
Eben rief mich der Fensterbauer an und sagte, er würde am Mittwoch kommen und das erste Fenster in meiner Wohnung auswechseln. Na das kann ja was geben. Er sagte aber, die rückwärtigen Fenster würden alle drei an einem Tag ausgetauscht werden. Das muss auch so sein, denn da steht ja ein Baugerüst überall ums ganze Haus herum. Ich bin zwar absolut kein ängstlicher Typ, aber ohne Fenster zu schlafen, während ein Baugerüst alle etwaigen Neugierigen dazu einlädt, mal zu schauen, was ich so in meiner Wohnung habe, das ist vielleicht doch ein wenig zu viel Abenteuer, oder?
Mittlerweile sind die Handwerker an der Vorderfront des Hauses beschäftigt. Vor drei Tagen war dies der Ausblick aus meinem Wohnzimmerfenster:
Ich habe gemerkt, dass ich damit nicht leben konnte. Mein Gehirn wollte einfach nicht mitmachen. Ich stand morgens auf und konnte nicht ins Diesseits gelangen, nicht denken, nicht planen, mich nicht organisieren. Irgendwas in mir, in meinem Gehirn, spielte da einfach nicht mit. Ich ging erst mal einkaufen und erledigte einige Dinge. Als sich dann aufgewacht zurückkehrte in mein komplett verhangenes Wohnzimmer, blockierte mein Gehirn sofort wieder. Die Handwerker waren gar nicht an meinem Fenster beschäftigt, sondern viel weiter hinten. Der Bahnhof ist ja ein großes Gebäude. Ich fragte mich, warum muss ich jetzt womöglich mehrere Wochen im Dunkeln ohne Aussicht sitzen?
Da kein Handwerker in Sichtweite zu sein schien, beschloss ich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Ich legte Band und eine Schere in meine Handtasche und hängte sie mir um. Vom Fester aus auf das Gerüst zu klettern, war mir nicht so gut möglich, weil das Baugerüst doch recht weit von der Wand entfernt ist. Das wäre ein zu großer Schritt für mich. Den schaffe ich höchstens, wenn zufällig das Haus gerade abbrennt. Also ging ich nach unten und draußen. An der Giebelseite des Hauses war eine Gerüstleiter, die bis nach unten oder doch fast bis nach unten reichte. Hier begann ich meinen Aufstieg.
Als ich zwei Etagen höher war, konnte ich um die Ecke biegen auf das Gerüst an der Vorderfront. Ich dachte, ich wäre schon oben, aber das erwies sich als Irrtum. Es fehlte noch eine Gerüstetage. Mir war etwas mulmig, weil ich mir dachte, dass es vermutlich verboten ist, auf das Gerüst zu klettern. Jeden Augenblick erwartete ich, dass mich jemand ansprach bzw. anrief und sagte: "He sie da, was machen sie denn da?" Das geschah aber nicht. Ich war wie unsichtbar am helllichten Tag. Ich musste auch zwei Abgründe überqueren. Abgründe sind die Löcher, wo die Leitern nach oben kommen. Da sind an der Stelle natürlich keine Bohlen drüber. Man muss am Rand auf der schmalen Schiene entlang gehen.
Weder Heinrich noch Nadine wollte diese Leistung anerkennen. "Ich habe in einer Baugerüstfirma gearbeitet", sagte Nadine und Heinrich: "Ich hab ein Gerüst im Garten. Da war ich schon öfter drauf." Na ja gut, bitteschön. Heinrich ist sowieso ein Mann, denen macht das nichts aus, auf Gerüsten ´rumzuklettern und Nadine ist zwanzig Jahre jünger als ich. Zu ihrem Sechzigsten schenke ich ihr dann einen Gutschein für einmal Baugerüst Klettern. Ich fand es schon ein wenig abenteuerlich und je höher ich kam, desto gruseliger. Vor meinem Wohnzimmerfenster angekommen, wickelte ich die Plane hoch und band sie mit Haushaltsband fest, so dass ich wenigsten durch eines der beiden Fenster Licht und Aussicht haben konnte. Dann trat ich den Rückweg an.
Als ich wieder in meiner Wohnung angekommen war, sah ich die Handwerker unten stehen und verwirrt nach oben blicken. Jetzt sahen sie es offenbar.
Am anderen Tag wollte mein Vermieter nach Salzwedel kommen. Ich bat ihn per Whatsapp doch bitte mit den Handwerkern zu sprechen und sie darum zu bitten, dass sie nach Feierabend und am Wochenende die Plane vor meinen Fenstern wieder hochrollen. Ich hätte das auch selbst machen können, aber jedes Mal, wenn ich mit den Handwerkern sprechen will, sind sie gerade unauffindbar. Herr Schulz ist der Besitzer. Das ist etwas anderes. Da laufen sie nicht weg, sondern kommen herbei.
Herr Schulz kümmerte sich und schon am Freitag sah ich die Handwerker die Plane vor dem Fenster hochrollen, aber der nächste Ärger war schon im Anmarsch.
Möglicherweise um mir schneller wieder freie Fenster zu gewährleisten, vielleicht aber auch rein zufällig war an diesem Tag meine Fensterfront damit dran, abgeschliffen zu werden, was eine katastrophal staubige Angelegenheit ist. Und ich habe nicht bemerkt, dass ich das Fenster im Schlafzimmer auf Kipp offen gelassen hatte. Die jungen Männer sind auch nicht auf die Idee gekommen, mal kurz ans Fenster zu klopfen und mir bescheid zu sagen. Sie taten einfach ihre Arbeit. Ich bemerkte das ganze erst spät abends, als ich ins Bett gehen wollte. Eine riesige Menge Feinstaub, die beim Abschleifen entstanden war, hatte den Weg ins Zimmer gefunden und alles lag unter einer dichten Staubschicht: Telefon (ist nämlich leider im Schlafzimmer), Lampe, Bett, Teppich, meine ganzen Kleider.
Ich habe zur Zeit noch keinen Kleiderschrank, obwohl der jetzt schon in Einzelteilen auf dem Matratzenstapel im Wohnzimmer liegt. Zur Zeit habe ich nur Kleiderstangen, auf denen alles hängt. Und es war alles unfassbar eingestaubt. Da hätte man sich glatt ne Staublunge holen können. Außerdem ist von der Vibration der Maschinen meine Gardinenstange runtergekommen. Es war ne ziemliche Angelegenheit, alles zu reinigen, zu wischen, zu staubsaugen und zu waschen. Die Vorhänge sind immer noch in der Waschmaschine. Ich hab noch keinen, der mir die Gardinenstange wieder anbringt und den Schrank aufbaut.
Zu diesem Zwecke habe ich einen kleinen Aushang geschrieben, den ich nachher im Kaufland und im Edeka an der dafür vorgesehenen Pinnwand anbringen will. Vielleicht findet sich ja ein junger Mann, der das für mich macht. Der könnte sich auch gleich als Möbelpacker betätigen, denn der Vermieter hatte ja gesagt, ich muss alle Möbel für das Café umlagern. In dem Raum, wo ich alles aufbewahre, soll nun die Decke gemacht werden. Da sind die Sachen im Weg. Der Vermieter hat vorgeschlagen die Möbel in den Keller oder auf den Dachboden zu bringen. Das habe ich am Samstag vor. Da bin ich mit zwei Freunden verabredet.
Ich befürchte nur, die beiden werden nicht das ganze Zeug transportieren, sondern schon nach wenigen Teilen die Motivation verlieren. Da wäre ein tatkräftiger weiterer Helfer schon gut. Wir nehmen auf alle Fälle den Keller. Da müssen die Jungs nur 18 Stufen nach unten und nicht zwei Mal 26 Stufen nach oben. Ich selbst kann da nicht viel mithelfen. Bisher hat das mit den Aushängen aber immer gut funktioniert. So habe ich auch Jeannette gefunden, die als Vollzeitkraft mit mir zusammenarbeiten wird. Sie sah den Aushang bei Edeka und fühlte sich sofort zutiefst berufen. Deshalb hat sie den Aushang auch gleich einfach abgemacht. Inzwischen haben wir mehrere Treffen gehabt und ich habe ihr fest zugesagt.
Selina genießt das warme Wetter. Sie war jetzt zwei Tage und Nächte verschwunden. Ich habe draußen nach ihr gesucht und gerufen, aber sie kam nicht, war auch nicht auf dem Parkplatz, wo ich sie sonst immer finde. Ich hatte schon Angst, sie sei weg, aber heute morgen, als ich aufstand, lag sie völlig erschöpft im Wohnzimmersessel und schlief sich nach all ihren Abenteuern aus. Da liegt sie jetzt immer noch, obwohl es inzwischen schon halb vier ist. Ich werde jetzt zu Kaufland und Edeka fahren und meine Aushänge anbringen. Weiter also im nächsten Post.







Hallo an alle Ich möchte ein lebendiges Zeugnis darüber erzählen, wie HOLY PROPHET in der Lage war, meine Frau zurückzubringen, ich und meine Frau waren auf einer ernsthaften Trennung, noch vorher waren wir immer zankend, kämpften und taten verschiedene ungöttliche Tat .. Meine Frau packte ihre Sachen aus dem Haus und wir mussten in einem anderen Gebiet leben, trotz allem war ich auf der Suche nach einem Weg, um mit ihr zu vereinen, weil ich so viel liebe, bis ich den heiligen Propheten traf, der meine Frau nach Hause bringen konnte, er hat mir einen Liebeszauber gegessen, und nach einiger Zeit fing ich an, die Ergebnisse über den Liebeszauber zu sehen, den er gegessen hat. Heute ist meine Familie wieder da und wir freuen uns gut und gesund zu sein, mit heiligem Propheten kamen alle meine Träume durch, um mich zu vereinen Familie, Bin hier, um Dank für deine Gebete zu sagen :: sein Kontakt holyprophet8@gmail.com
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