Schon wieder habe ich eine ganze Weile nicht gepostet. Das lag durchaus auch an dem guten Wetter. Da wollte ich lieber mit dem Dreirad in der Gegend herumfahren oder auf dem Balkon sitzen. Das war aber nicht der ganze Grund. Irgendwie hat mich das alles gestört. Ich sollte mir einen professionellen Blog anlegen, der so und so aussehen muss und die und die Beiträge enthält und natürlich sehr häufig gefüttert werden muss. Und prompt hatte ich keine Lust mehr. Warum muss sich immer alles der Zweckmäßigkeit und den Gesetzen des Geldverdienens unterordnen? Vielleicht funktioniert es ja auch anders.
Ich mache es jetzt in Zukunft so: Ich schreibe einfach, was ich will und erschaffe auf diese Weise Texte, die zu schreiben mich entweder entspannt oder mir Spaß macht. Und vielleicht stellt es sich ja heraus, dass es einige Menschen gibt, die das auch gerne lesen möchten. Könnte doch sein, oder? Wer Lust hat, kann sich auch gern dazu äußern. Aber du kannst auch einfach schweigen. Sei du selbst. Das hab ich ja auch jetzt vor. Okay, worüber möchte ich denn jetzt erzählen bzw. was möchte jetzt gerade aus mir heraus geschrieben werden?
Ich freue mich immer noch über meine tolle Wohnung. Ich wohne ja erst seit dem 1. Juni offiziell hier. Das heißt, ich habe diesen legendären, unendlich warmen, nicht enden wollenden Sommer hier verbracht, da der ja im Mai schon begann. Ich zeige euch mal meinen Balkon, mal sehen, ob das mit dem kleinen Video klappt. Erst mal zwei Fotos:
Könnte sein, dass es funktioniert hat. Eigentlich habe ich noch viel mehr Videos auf dem Balkon gemacht, aber die meisten davon erschienen mach dem Übertragen in den PC auf der Seite liegend. Keine Ahnung, wieso. Gemacht habe ich alle aus derselben Position. Manchmal hat die Technik anscheinend ihren eigenen Willen.
Und dies hier ist mein neuer Coaching Raum:
Wie man vielleicht erkennen kann, führt die Balkontür direkt hinaus auf die Terrasse. Auch direkt aus dem Coaching Raum kommt man in die große Küche, die ich bei der Arbeit als Teeküche verwende. Schaut mal, ist die Küche nicht traumhaft? Sooo viel Platz.
In Kürze wollen wir dort vor dem Halloween Ritual mit einer kleinen Gruppe von Teilnehmern Kürbisse ausschnitzen. Zwei Teilnehmerinnen haben mich danach gefragt. Ja klar machen wir das, jetzt wo ich wieder eine entsprechende Küche habe. Die Kürbisse habe ich auch schon. Auf dem Weg von Salzwedel nach Lüchow, ich weiß leider nicht genau, auf welcher Höhe, da steht auf der rechten Seite ein Holzwagen mit Kürbissen in unterschiedlicher Größe. Ich war mit einer Freundin dort und wir haben einige Kürbisse gekauft. Sie sind dort auch wirklich sehr preiswert. Eine Kasse ist direkt am Wagen angeschweißt und man wirft das Geld dort hinein. Haben wir natürlich gemacht. Versteht sich. Bisher habe ich noch gar nicht wirklich in der Küche gekocht, höchstens mal ein Ei gebraten. Ich freue mich schon auf das Ritual.
Wir werden es direkt in dem Wald machen, der uns umgibt. Kann man das auf dem Foto vom Balkon sehen? Der Wald steht direkt vor meiner Terrasse. Hier nochmal ein Bild, das ich direkt auf dem Balkon geschossen habe:
Und hier bin ich zu sehen, auch im Coaching Raum:
Nu ja, man wird nicht jünger. Ich wurde letzten Monat 61 Jahre alt, fühle mich aber prima. Schließlich mache ich auch jeden Tag eine Stunde Fitness. In meinem Schlafzimmer habe ich vier Fitnessgeräte: Ein Laufband, eine Rüttelmaschine, ein Trampolin und einen Stepper. Ich benutze sie täglich. Leider habe ich das Trampolin kaputt getrampelt. Mehrere der Gummizüge sind inzwischen gerissen und gegenwärtig kann ich es nicht riskieren, darauf herumzuhopsen. Das fehlt mir sehr, aber ein Freund meinte, er könne es reparieren. Einfach mal eben so ein neues kaufen, geht nicht. Ich bin ja jetzt wieder selbständig, zumindest teilweise und da muss ich mit den Einnahmen zuerst die Ausgaben decken, bevor ich etwas extra kaufen kann.
Das hier ist definitiv meine Terrasse, aber nicht meine Katze. Das ist Peach, eine Katze, die hier in der Siedlung wohnt. Hier gibt es drei Katzen und alle kommen nachts, manchmal auch tagsüber durch Selinas Katzenklappe und futtern das Futter weg. Wenn sie sich dabei in der Wohnung begegnen, geht eine Rauferei los, von der Lienchen und ich natürlich wach werden. Als wir kürzlich aus dem Bett sprangen und ins Wohnzimmer sprinteten, fanden wir den Fußboden übersäht mit roten Haarbüscheln. Arme Peach. die waren wohl alle von ihr. Ich muss da etwas unternehmen, aber ich denke noch darüber nach. Es fällt mir schwer, hier eine Entscheidung zu fällen.
Die Lösung wäre gar nicht so schwer. Inzwischen gibt es Katzenklappen, die auf einen Chip reagieren, den man der Katze vom Tierarzt implantieren lässt, also kein Halsband mehr, an dem sie sich aufhängen können, nur ein winziger Chip unter der Haut. Dann könnte außer Lienchen keine Katze mehr durch die Klappe. Nur finde ich die anderen auch so süß und habe sie schon in mein Herz geschlossen (Selina hat das nicht. Sie will die Kollegen lieber loswerden.) Ich muss nachdenken.
Das hier ist meine Selina, wie sie auf dem Terrassenzaun herumturnt.
"Lady in the water" ein ganz wundervoller Film des Regisseurs M. Night Shyamalan.
Angst und Panik Attacken waren ein Thema in letzter Zeit. Das betraf mehrere Klienten. Ich habe ihnen erzählt, dass Angst eigentlich Kraft ist, eine Kraft, die wir noch nicht verstehen und sie deswegen ausschließen wollen. Stelle dir vor, du hättest ein Problem und bittest Gott um Hilfe. Und Gott schickt dir einen Riesen. Du machst deine Tür auf und siehst den Riesen auf dich zukommen. Erschrocken knallst du die Tür wieder zu, stemmst dich dagegen und schreist: "Warum denn das auch noch? Hab ich nicht genug Probleme?" Du fürchtest dich vor dem Riesen, weil du nicht erkannt hast, dass er kommt, um dich zu unterstützen. So ist es mit diesen scheinbar plötzlich auftretenden Panik Attacken auch. Bei ihnen handelt es sich um große Kraft, die Einlass begehrt, um ein Teil von dir zu werden.
Da wir aber instinktiv versuchen, die Angst loszuwerden, von uns weg zu schieben (ich habe sogar gehört, dass einige Therapeuten ihren Klienten geraten haben, die Angst auszuatmen), lassen wir diese Kräfte gar nicht zu uns herein. Wir können die Angst nicht loswerden. Sobald sie einmal da ist, ist sie ein Teil von uns, hat auf dieser Erde kein anderes Zuhause, zu dem sie gehen könnte als uns und wird nicht aufhören, gegen die Tür zu klopfen.
Wenn wir damit beginnen, die Energie der Angst in kleinen behutsamen Schritten in uns einzuatmen (EIN, nicht aus), kann die Kraft sich in unserer Seele etablieren.
Das allerdings führt dann unweigerlich zu einigen Veränderungen. Etwas in uns beginnt zu wachsen und der Tag wird kommen, wo du plötzlich keine Bereitschaft mehr hast, ja zu sagen, wenn du nein denkst. Auf einmal hast du keine Geduld mehr, nein zu sagen, wenn du eigentlich ja fühlst.
Da will etwas in dir deine zu engen Grenzen sprengen. Wenn du dann nicht mitspielst und dich auf Teufel komm Raus disziplinierst, auch weiterhin der gleiche zu sein, das gleiche für richtig zu halten und die gleichen Grenzen um dich herum zu akzeptieren, wirst du dich bald fühlen wie ein Luftballon, der demnächst platzt. Bei diesem ganzen Prozess geht es um Entwicklung, Expansion deiner Seele. Du musst dann neue ethische Grundsätze finden, die dich nicht mehr so sehr begrenzen. Auch darum ging es gestern in den Gesprächen. Manchen Menschen erscheint die Vorstellung, etwas einfach für sich zu tun schon egoistisch. Sie sind viel mehr für andere da als für sich. Das ist eine viel zu enge Grenze.
Manchen Menschen erscheint es völlig inakzeptabel einer kranken Person die Wahrheit zu sagen. Egal wie übel sich die Kranke auch aufführt, sie reagieren mit Geduld und Liebe darauf, weil sie meinen, das müsse so sein. Liebe ist ja auch nicht verkehrt. Liebe kann die Grundlage und auch die Form sein, mit der die Wahrheit präsentiert wird, etwa so: "Ich verstehe, wie schlecht du dich fühlst und wie elend es dir geht, aber dennoch verletzt mich dein Verhalten und ich will nicht mehr so von dir behandelt werden." Das geht auch noch 'nen Zacken schärfer natürlich: "Auch als Mensch in Krankheit und Leid steht es dir nicht zu, mich wie Dreck zu behandeln und laufend meine Gefühle zu verletzen".
Es gibt auch noch andere Themen, aber immer geht es um Sprengen von inneren Grenzen. Die Angst, welche sich in Kraft verwandelt, will uns zum Wachsen bringen. Das aber bedeutet Veränderung. Wir können uns nicht verwandeln, ohne dass sich dabei auch etwas ändert. Das ist ein spannendes Thema nicht wahr? Ich habe sehr vieles darüber in meinem Buch "Der Wendepunkt der Angst" geschrieben. Insbesondere dieser Thematik, wie wir herausfinden können, um welchen inneren Wachstumsprozess es geht und wie wir diesen Prozess unterstützen können, ist in dem Buch ein sehr ausführliches Kapitel gewidmet. Jeder Mensch hat ja seinen eigenen Prozess und seine eigenen Themen. Viele wissen gar nicht, was eigentlich inneres Wachstum ist. Neulich erst sagte eine Klientin zu mir, sie würde sehr gern bestimmte, geführte Meditationen hören, bei denen sie immer ganz friedlich und sanftmütig werde. Wann immer sie heftige Energien verspüre wie Wut oder Zorn, würde sie sich sogleich hinlegen und ihre Erzengel Meditation hören und werde wieder ganz sanft. Sie könne richtig merken, wie sie an dieser Meditation wachse.
Das ist ein fataler Irrtum. Sie wächst nicht, sie wird kleiner. Wut und Zorn sind machtvolle Kräfte in uns, sie sind wie die massiven Wurzeln, die den Baum in der Erde festhalten. Oder wie dicke Äste am Baum unseres Lebens. Sie immer und immer wieder zugunsten bevorzugter anderer Emotionen abzuschneiden, verhindert das Wachstum. Wir werden zum Bonsai. Diese kostbaren Kräfte darf man nicht wie Unkraut behandeln und sie immer wieder ausreißen.
Sie sind kein Unkraut. Sie sind die Kräfte, die uns stark, tatkräftig, mutig, wehrhaft und aufrecht sein lassen. Ohne sie werden wir immer nur Opfer sein, immer herumgeschuppst werden und nie unsere Ziele erreichen. Harmonie und Sanftmut sind auch wichtig, sie sollen ja auch nicht wie Unkraut entfernt werden. Aber ein Garten, in dem nichts anderes blüht als Veilchen, ist auch irgendwie langweilig. Natürlich müssen wir lernen, mit unserer Wut richtig umzugehen. Der Kernfehler, den viele begehen, besteht darin, dass sie ihre Wut an anderen auslassen. Also dazu ist die Wut nicht da. Das Feuer ist nicht dazu da, dass du deinen Nächsten damit verbrennst, sondern dein Haus wärmst. Zu diesem Thema habe ich übrigens auch ein Buch geschrieben "Keine Liebe ohne Hoffnung". Darin geht es um die vielfältigen Wachstumsprozesse, die sich zum Beispiel aus Konflikten ergeben können. Falls das gerade dein Thema ist, meine Bücher gibt es bei Amazon aber auch überall im Buchhandel. Am Sonntag ist im Café Frida ein Frühstücksbuffet mit Lifemusik. Ich habe mich dazu angemeldet und freue mich schon darauf. Unser Band Leader Thorsten Urban spielt und noch jemand. Anschließend fahre ich dann mit dem Zug nach Hamburg und besuche Jana. Wir wollen zusammen eine Veranstaltung besuchen. Mal sehen, wie es wird. Ich kann ja anschließend darüber berichten. Für heute lasse ich es gut sein. Zum Schluss noch ein cooles Bild von mir aus meiner Frühkindheit. Bin ich nicht ein moppeliges, süßes Baby? Das Bild dürfte so um 1958 aufgenommen worden sein. Tschüss bis bald.



















































